Geopolitische Unsicherheit um die Allianz USA/ Deutschland: Was bedeutet sie für regulatorische Anforderungen in der Finanzbranche?

Die jüngsten geopolitischen Entwicklungen werfen Fragen zur Stabilität internationaler Bündnisse und Handelsbeziehungen auf. Wenn sich globale Allianzen verschieben, bleibt das nicht ohne Folgen für die Wirtschaft – insbesondere für Unternehmen mit geschäftskritischen Abhängigkeiten von internationalen Dienstleistern.

Regulatorische Abhängigkeiten: Viele Finanzinstitute und Unternehmen setzen in zentralen Bereichen auf internationale Dienstleister, darunter IT, Cloud-Services und Compliance-Dienstleistungen. Änderungen in politischen Beziehungen können zu neuen regulatorischen Anforderungen oder Einschränkungen führen. Eine politische Verwerfung zwischen USA und Deutschland wirkt sich schnell auf den Leistungsaustausch aus IT-Dienstleistungsverträgen aus und zeigt erhebliche auch datenschutzrechtliche Risiken, die im Risikomanagement zu neu bewerten sind.

Auswirkungen auf Outsourcing-Verträge: Unternehmen stehen vor der Herausforderung, ihre Verträge regelmäßig auf geopolitische Risiken zu überprüfen; gegenwärtig besteht jeder Grund für eine Überprüfung. Audit-Rechte, Datenzugriff und Zertifizierungen wie PCI-DSS gewinnen an Bedeutung.

BaFin-Anforderungen im Fokus: Die deutsche Finanzaufsicht fordert bereits heute eine umfassende Risikobewertung bei der Auslagerung wesentlicher Funktionen. Mit zunehmender gegenwärtiger geopolitischer Unsicherheit kann sich der Druck auf regulierte Unternehmen erhöhen, alternative Dienstleister innerhalb des EWR zu berücksichtigen.

Risikomanagement für alle Unternehmen: Unabhängig davon, ob ein Unternehmen reguliert ist oder nicht, muss im Rahmen des Risikomanagements geprüft werden, ob und unter welchen Voraussetzungen ein Wechsel zu einem europäischen Dienstleister sinnvoll, bzw. zwingend ist. Eine solche Entscheidung sollte nicht nur von regulatorischen Vorgaben, sondern auch von langfristigen strategischen und wirtschaftlichen Überlegungen getragen werden, nicht zuletzt unter dem Gesichtspunkt der Erfüllungssicherheit und des Schutzes der Firmenmarke.

Wechsel von US-Dienstleistern zu europäischen Anbietern: Ein(e) zunehmende(s) regulatorische Unsicherheit/ Risiko der Erfüllungssicherheit kann dazu führen, dass ein europäisches Unternehmen einen europäischen Dienstleister auswählen muss, um langfristige Compliance-Sicherheit zu gewährleisten. Ein solcher Wechsel erfordert jedoch eine strategisch geplante Migration, die technische, rechtliche und operationale Herausforderungen mit sich bringt.

Handlungsbedarf für Unternehmen: Wer langfristige Stabilität in Compliance- und Outsourcing-Vereinbarungen sucht, sollte Verträge so gestalten, dass sie flexibel auf neue regulatorische Anforderungen und sich ändernde Rahmenbedingungen reagieren können. Zudem muss eine Migrationsstrategie entwickelt werden, die Datenübertragungen, neue Sicherheitsarchitekturen und vertragliche Übergangsregelungen berücksichtigt.

Cliffroch hat eine umfassende Expertise bei der Gestaltung und Verhandlung von Migrationsverträgen aus dem Finanzdienstleistungsbereich zum technischen Processing im Kreditkartenissuing. Cliffrock unterstützt Unternehmen dabei, rechtssichere Vertragsstrukturen zu schaffen, die geopolitische Risiken berücksichtigen und regulatorischen Anforderungen standhalten. Dazu gehört auch die rechtliche Begleitung einer sicheren und effizienten Migration hin zu europäischen Dienstleistern.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um bestehende Verträge zu überprüfen und auf robuste rechtliche Grundlagen zu stellen.

#CliffrockLegal #Digitalisierung #Audit #ITCompliance #Outsourcing #Finanzregulierung #Migration #Risikomanagement

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.